Wissenschaftlicher Fachartikel in der „Aktuellen Ernährungsmedizin“ zeigt neue Perspektiven für die differenzierte Beurteilung von Körperzusammensetzung, Hydratation und Ernährungsstatus.
Wir freuen uns über die Veröffentlichung unseres Fachartikels „Die vectorielle bioelektrische Impedanzanalyse (BIVA) – Vorstellung eines erweiterten grafischen Moduls zur Erleichterung der Interpretation und Standardisierung der Ergebnisbewertung“ in der renommierten Fachzeitschrift Aktuelle Ernährungsmedizin des Thieme Verlags.
Der Beitrag von Johann Reichhardt, Dr. Manfred Claussen und Ines Albrecht stellt die Weiterentwicklung etablierter BIVA-Verfahren durch den BIA Compass vor.
Warum der Phasenwinkel allein nicht ausreicht
Die bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) ist ein etabliertes Verfahren zur Beurteilung der Körperzusammensetzung. Insbesondere der Phasenwinkel gilt als wichtiger Parameter zur Einschätzung des physiologischen Zustands.
Allerdings kann der Phasenwinkel allein nicht zuverlässig zwischen Veränderungen der Körperzellmasse und Verschiebungen des Flüssigkeitshaushalts unterscheiden.
Hier setzt der BIA Compass an: Durch die Kombination von Reaktanz (Xc), Phasenwinkel (PA) und statistischen Referenzellipsen ermöglicht das erweiterte Analysemodul eine differenziertere, alters- und geschlechtsbezogene Einordnung der Messergebnisse.
Damit lassen sich Veränderungen des Ernährungs- und Hydratationsstatus besser interpretieren und mögliche Fehlbewertungen reduzieren.
Auch im Editorial besonders hervorgehoben
Besonders freut uns, dass Christian Sina, CME Section Editor der Aktuellen Ernährungsmedizin, in seinem Editorial ausdrücklich auf unseren Beitrag eingeht.
Er betont, dass weder die klassische quantitative BIA noch der isoliert betrachtete Phasenwinkel ohne Berücksichtigung des klinischen Kontextes ausreichen. Die Erweiterung um statistische Referenzellipsen hilft dabei, Veränderungen differenzierter zu beurteilen, anstatt sie auf einzelne Kennzahlen zu reduzieren.
Damit greift er einen zentralen Gedanken unserer Entwicklungsarbeit auf:
Nicht allein die Erfassung von Messwerten ist entscheidend, sondern deren physiologisch fundierte Interpretation.
Ein wichtiger Schritt für die BIA-Anwendung
Mit dem BIA Compass werden bewährte Methoden der BIVA um zusätzliche grafische Interpretationsmöglichkeiten ergänzt. Ziel ist eine nachvollziehbarere, standardisiertere und stärker individualisierte Beurteilung der Körperzusammensetzung.
Die Veröffentlichung im Thieme Verlag ist für uns ein erfreulicher Meilenstein und zugleich Ansporn, die Möglichkeiten der bioelektrischen Impedanzanalyse kontinuierlich weiterzuentwickeln.
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Reichhardt J, Claussen M, Albrecht I.
Die vectorielle bioelektrische Impedanzanalyse (BIVA) – Vorstellung eines erweiterten grafischen Moduls zur Erleichterung der Interpretation und Standardisierung der Ergebnisbewertung.
Aktuelle Ernährungsmedizin. 2026; 51: 311–316. Thieme Verlag.